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Ein neues Amphibien-Biotop in Mainleus

Mainleus/Veitlahm, 16.10.26

Zur Einweihung des neu geschaffenen Amphibienbiotops trafen sich am 16.10.26 Naturschützer mit Bürgermeister Bosch, weiteren Vertretern des Mainleuser Gemeinderats und interessierte Bürger auf dem Gelände der SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft am Patersberg).

Wo früher zahlreiche Kröten unterwegs waren, ist es zuletzt still geworden: „Im letzten Jahr gab es am Schutzzaun in Veitlahm kaum noch Kröten“, berichtete Monika Winkler von der Amphibienschutzgruppe. Dabei waren es vor fünfzehn Jahren noch rund 1.000 Tiere, die von Helfern des Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V. und des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) sicher über die Straße zum Eisweiher gebracht wurden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde nun ein weiteres Biotop in der Marktgemeinde Mainleus aufgewertet.

„Wir haben uns für die Wiederherstellung dieses neuen und wertvollen Biotops in Veitlahm engagiert“, erklärte Fenno Brunken, Vorsitzender der Kreisgruppe Kulmbach des BN. Mit zweckgebundenen Spenden konnte ein bereits verlandeter Teich wieder ausgebaggert und ökologisch aufgewertet werden. Ziel ist es, das Gewässer als Lebensraum für Frösche, Kröten und Molche wieder attraktiv zu machen. Das neue Biotop befindet sich auf dem Gelände der Solidarischen Landwirtschaft Solawi, die letztes Jahr mit dem Umweltpreis des BN ausgezeichnet wurde.

Nun richtet sich der Blick auf die kommenden Monate und Jahre. Die Naturschützer hoffen, dass die Amphibien den Teich als Laichgewässer annehmen und sich die Population in Veitlahm langfristig wieder erholt. Die Wiederherstellung des Gewässers ist damit ein wichtiger Schritt, um den heimischen Amphibien bessere Lebensbedingungen zu bieten.

Auch in anderen Bereichen der Marktgemeinde Mainleus wurden bereits Maßnahmen umgesetzt, von denen die heimischen Amphibien profitiert. Bürgermeister Robert Bosch verwies auf zwei weitere Projekte. So ist der große Teich auf dem ehemaligen Spinnereigelände inzwischen von Fröschen belebt.

Darüber hinaus hat die Marktgemeinde an der Bahngrenze ein rund 1.000 Quadratmeter großes Habitat für die Zauneidechse geschaffen. Damit wird auch einer weiteren heimischen Tierart gezielt Lebensraum zur Verfügung gestellt.

All diese neu angelegten Biotope dienen als Trittsteine und Wanderkorridore für bedrohte Tierarten und damit der Verbindung zwischen noch vorhandenen Lebensräumen im Landkreis Kulmbach.

Die verschiedenen Projekte zeigen auch, wie wichtig die Zusammenarbeit von Naturschutzverbänden, Gemeinde und engagierten Bürgern für den Erhalt der Artenvielfalt ist. Mit dem wiederhergestellten Teich in Veitlahm besteht nun die Hoffnung, dass künftig wieder mehr Kröten und andere Amphibien in das Gebiet zurückkehren. Ob sich die Bestände erholen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

 

Fenno Brunken

Vorsitzender Kreisgruppe Kulmbach

BUND Naturschutz in Bayern e.V.

 

Die Namen zum Foto „Einweihung“ von links nach rechts: 

  • Peter Wiesenmüller, 3. Bürgermeister, Mainleus 
  • Hannelore Lindner, Marktgemeinderätin, Freie Wähler 
  • Robert Bosch, 1. Bürgermeister, Mainleus 
  • Brigitte Lauterbach, Marktgemeinderätin, Alternative Bürgerliste 
  • Fenno Brunken, Vorstand Bund Naturschutz, Kreisgruppe Kulmbach 
  • Teresa Jundt, Patersberghof 
  • Wolfgang Wänke, Gärtnerei Patersberghof 
  • Monika Winkler, Bund Naturschutz, Kreisgruppe Kulmbach 
  • Andreas Schergun, Landesbund für Vogelschutz 
  • Edith Berg, Bund Naturschutz, Kreisgruppe Kulmbach